Unser Event-Team

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Das Event-Team plant unsere Veranstaltungen auf der Buchmesse. Alex, Claudia und Lena wählen interessante Themen, kontaktieren passende Gäste und entwickeln neue Konzepte. Auch tolle Ideen für unseren Stand dürfen nicht fehlen. Hier stellen sich die drei Teammitglieder kurz vor:

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Hi, ich bin Alex. Veranstaltungsmarketing und die Arbeit an Texten sind mein Ding (oder soll es werden). Ich komme aus Minden, aber ‚home is where your heart is‘ und so.

Was ist der erste Satz aus dem Buch, das du zuletzt gelesen hast?
Peter Arbeitsloser hat genug. (Qualityland von Marc-Uwe Kling)

Wie würden dich deine Freunde kurz und knapp beschreiben?
Fragt sie das am besten selbst.

Was gefällt dir an München? Gibt es auch etwas, das dir nicht gefällt?
München hat Subkultur. Aber man muss sie suchen.

Was war dein Lieblingsbuch als Kind?
Der Regenbogenfisch von Marcus Pfister

Was war dein ungewöhnlichster Job?
Ich habe bei einem Guns’n’Roses Konzert vor 60.000 Leuten zwischen den Bands die Bühne umgebaut.

Was frühstückst du am liebsten?
Müsli unter der Woche und am Wochenende Käsebrötchen. Und Kaffee.

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Hallo zusammen 😊 Ich bin Claudi, im 3. Semester Verlagspraxis und dieses Semester zusammen mit Alex und Lena Teil des Veranstaltungs-Teams. Ich bin schon gespannt, was wir bis März alles Spannendes auf die Beine stellen können!

Was ist der erste Satz aus dem Buch, das du zuletzt gelesen hast?
„Stell dir vor, du befindest dich in einer warmen, wolkenlosen Sommernacht auf einer fernen Vulkaninsel.“ (Das Universum in deiner Hand von Christophe Galfard)

Wie würden dich deine Freunde kurz und knapp beschreiben?
Hilfsbereit, offen und eine abenteuerliche Mischung aus Planung und kreativem Chaos

Was gefällt dir an München? Gibt es auch etwas, das dir nicht gefällt?
Die vielen Parks, Seen und die Nähe zu den Alpen. Nicht so gefallen mir, wie den meisten Studenten, die Preise.

Mit welchem Buchtitel würdest du dein Leben beschreiben?
Ein Sommernachtstraum

Was war dein ungewöhnlichster Job?
Stoffserviettenzählen auf einem Künstlerfestival

Was frühstückst du am liebsten?
Auf jeden Fall guten Kaffee

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Ich heiße Lena, komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, verbringe am liebsten Zeit mit meiner Familie oder Freunden, liebe den Sommer, meine Lieblingsblumen sind Vergissmeinnicht und ich trinke lieber Tee als Kaffee.

Was ist der erste Satz aus dem Buch, das du zuletzt gelesen hast?
„Don Camillo blickte zum Christus am Hochaltar auf und sagt: ‚Jesus, es gibt auf der Welt zu viele Dinge, die nicht in Ordnung sind.'“(Don Camillo und seine Herde von Giovannino Guareschi)

Wie würden dich deine Freunde kurz und knapp beschreiben?
Direkt, hat kein Problem die eigene Meinung zu äußern, zielstrebig, erst schüchtern aber sehr gesprächig, wenn man sich näher kennt

Was gefällt dir an München? Gibt es auch etwas, das dir nicht gefällt?
Busse mit Anhängern

Mit welchem Buchtitel würdest du dein Leben beschreiben?
Was soll bloß aus dem Jungen werden? Oder irgendwas mit Büchern.

Was war dein Traumjob, als du klein warst?
Meeresbiologin

Was frühstückst du am liebsten?
Laugenknoten

 

 

Ab jetzt übernehmen die neuen Bookster!


In den nächsten Tagen könnt ihr euch auf Blogbeiträge freuen, durch die ihr uns etwas näher kennenlernt könnt. Hierbei bekommt ihr auch schon einen kurzen Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche zur Planung und Organisation unseres Messeauftritts auf der Leipziger Buchmesse 2020.

 

Tusen takk, Frankfurter Buchmesse

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Die Zeit auf der Frankfurter Buchmesse ist vergangen wie im Flug. Wir sind wieder zurück in München und damit auch wieder zurück in der Realität, mit Vorlesungen, überteuertem Kaffee, aber auch jeder Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen. Bevor wir das Zepter an das neue Team der Munich Bookster übergeben, möchten wir Euch von unserer Woche auf der Messe erzählen. 

Bepackt mit Vorfreude und (etwas blauäugig) mit dem ein oder anderen Buch für die Zugfahrt, kamen wir bereits am Dienstagabend in Frankfurt an, damit die Messe gleich in der Früh des nächsten Tages unsicher gemacht werden konnte. Nachdem wir unseren Stand geschmückt und die anderen Studierenden rund ums Buch kennengelernt hatten, durften wir den Fischer Verlag an seinem Stand besuchen, da dieser uns netterweise den heißbegehrten Hauptpreis für unser Bilderrätsel spendierte: Brandneue Bücher!

 

Dieser Stand bot uns für die gesamten fünf Tage ein Zuhause, wo wir mit Euch, Studierenden sowie Dozierenden oder anderen Branchenvertretern, über unsere Studiengänge und die Zukunft der Buchbranche ins Gespräch kommen konnten. Währenddessen wurden fleißig Buchtitel bei unserem Bilderrätsel erraten und Bücher oder Jutebeutel ergattert.

Um einen Überblick über das Studium rund ums Buch zu bekommen, stellten sich alle Studiengänge im gegenüberliegenden Azubistro vor. Somit konnten nicht nur eure Fragen beantwortet, sondern auch ein spannender Austausch zwischen uns und unseren Kommilitonen aus Erlangen, Leipzig, Mainz und Stuttgart geschaffen werden.

Nicht selten handelten weitere Vorträge um Nachhaltigkeit in der Buchbranche. Beispielsweise wurde bezüglich des Buchs „Der Aufschrei der Meere“ von Dr. Ina Knobloch über „grünen Journalismus“ und die Wichtigkeit einer richtigen Berichterstattung gesprochen.

Auch bei unserer Diskussionsrunde „Man wird das Buch nicht los“ sprach Lydia u. a. mit Dr. Karl von Wendt von Papego, Volker Oppmann von Mojoreads, Elena Straßl von &Töchter und Kay Hedrich von Matabooks über Nachhaltigkeit. Dank recycelbarem Graspapier müssten Bücher nicht länger im Sondermüll entsorgt werden. Dass dies ganz klar unterstützt werden müsse, fand die Runde unbestreitbar. Rege diskutiert wurde allerdings bei der Frage um die Zukunft des Buches. Doch selbst hier konnte sich geeinigt werden: Ein Kampf zwischen analog und digital sei nicht zielführend. Vielmehr müsse durch ein Miteinander die Vorteile des anderen genutzt werden, um so ein bereiteres Angebot für Lesern zu schaffen und eine höhere Nachfrage zu erwirken.

 

Um nach den Vorträgen noch mehr Messeluft zu schnuppern, sind wir schichtweise ausgeschwärmt und hatten die Möglichkeit eine Signatur von Sebastian Fitzek abzustauben und viele Autoren wie Thomas Gottschalk, Jo Nesbø oder Doris Dörrie zu hören. Letztere möchte mit ihrem Buch „Lesen Schreiben Atmen“ dazu aufrufen, sich miteinander mehr zu motivieren, anstatt sich gegenseitig klein zu halten. Bei den Jungen Verlagsmenschen kamen Branchenvertreter zu Wort, um dem Nachwuchs einen Einblick über verschiedenste Berufe zu geben, wie z. B. dem Produktmanager. Am Ende wurde zum gemeinsamen Kennenlernen bei einem Getränk eingeladen.

Um in den Pavillon zu gelangen, in dem sich das Gastland Norwegen vorstellte, musste man einfach dem Geruch folgen, da die Besucher mit landesüblichen Gerichten vor den Räumlichkeiten begrüßt wurden. Auch weitere norwegische Schriftsteller wurden geladen, wie beispielsweise Karl Ove Knausgård. Ein besonderes Erlebnis waren die samischen Gesänge, die mit ihren unbekannten Klängen in eine andere Welt einluden.

Doch bevor wieder schwer bepackt im vollen Zug aus dem „Traum in uns“ aufgewacht werden musste, haben wir die Woche bei einem gemeinsamen Abendessen mit ehemaligen Bockstern ausklingen lassen.

Das Team ist auf der Messe noch mehr zusammengewachsen und auch wenn mal nicht nur der Schuh gedrückt, sondern auch der Hals geschmerzt hat, sind wir sehr dankbar für diese besondere Zeit, die Erfahrung und die Gespräche.

 

Tusen takk, Frankfurt und bis zum nächsten Jahr.

 

Eure Munich Bookster

 

Die Nordlichter über Frankfurt

von Julia Steinberger

Mit Norwegen wurde ein neuer besonderer Gast für die Frankfurter Buchmesse 2019 ausgesucht. Wie steht es eigentlich um die Liebe zu Büchern und den Markt für jene in diesem Land? Ein kurzer Einblick. 

Das Motto „Der Traum in uns“ des diesjährigen Gastlands Norwegen erscheint genauso romantisch wie der Gedanke an skandinavische Hütten in einer Fjordlandschaft, über der sich Nordlichter über den Himmel ziehen. Dass Norweger Vielleser sind – bei einem stolzen Durchschnitt von 15,5 Büchern pro Jahr – kann man sich bei den langen Winternächten erst recht gut vorstellen. Laut der Kulturministerin Trine Skei Grande sei ein Miteinander und das Vermitteln von Werten im kulturellen Dialog Europas der Traum der Vertreter des norwegischen Buchmarkts. 

Norwegen bemüht sich stark um einen gelungenen Auftritt als Ehrengast der Buchmesse. 2019 wurde als nationales Jahr des Buches ausgezeichnet, NORLA (Norwegian Literature Abroad) hat eigens für die Buchmesse eine Homepage eingerichtet, die zwar nicht sehr modern, aber dafür inhaltlich spannend und informativ ist, es gibt seit Jahresbeginn viele Veranstaltungen und es werden selbstverständlich noch mehr norwegische Bücher übersetzt als sonst.

Übersetzungen fördern die Beziehung zwischen Ländern und sind gerade in Ehrengastjahren vielzählig. Skandinavische Bücher sind jedoch schon seit geraumer Zeit international beliebt. Den Erfolg der norwegischen Lizenztitel im Ausland wird durch NORLA gestärkt. NORLA ist eine Organisation, welche aktiv die einheimische Literatur weltweit bewirbt und Übersetzungen bezuschusst. Sie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Frankfurter Buchmesse, da ihr die Verantwortung für den Auftritt übertragen wurde.

Die Stellung von Literatur in Norwegen ist also nicht nur wegen der rauen Winter so hoch, sondern auch wegen entsprechender finanzieller Förderungen und politischer Regelungen. Die wichtigsten Maßnahmen für einen starken Buchmarkt sind die Abnahmeregelung, die Buchpreisbindung und Befreiung von der Mehrwertsteuer und Kollektivvereinbarungen zwischen Rechteinhabern.
Der Norwegische Kulturrat kauft hierzu jährlich mit staatlichen Mitteln 550-1.500 Exemplare von etwa 600 Neuerscheinungen und stellt sie in öffentlichen Bibliotheken zur Verfügung. Diese Regelung hatte positive Auswirkungen auf den Markt und wurde mit den Jahren auf mehrere Genres erweitert.
Die Buchpreisbindung, durch welche der Wert der Bücher im Handel erhalten bleibt, wird auch in Deutschland gekannt und geschätzt. Die Mehrwertsteuerbefreiung macht die Buchpreise attraktiver für die Leser. Kollektivvereinbarungen zwischen den Verbänden der Autoren, Illustratoren und Übersetzern sowie dem Norwegischen Verlegerverband sorgen für faire Vergütungen. Zudem vergibt der Norwegische Kulturrat Autorenstipendien, wodurch es ungewöhnlich vielen Autoren ermöglicht wird, in Vollzeit zu schreiben. 60 bis 70 Prozent der veröffentlichten Bücher in Norwegen kommen von norwegischen Autoren. 

Ein paar dieser Autoren, wie beispielsweise Jo Nesbø oder Karl Ove Knausgård, werden auch auf der Buchmesse vertreten sein sowie weitere, spannende Veranstaltungen rund um das Gastland. 

Wer bin ich?

Meine Landschaft ist weit und wild.

Wind und Frost sind meine Freunde, zu Hause zwischen Berg, Fjord und einem Meer aus Eis.

Ich bin die Polarnacht, die nach Zimtschnecken und Waffeln schmeckt, Wollpullis trägt und über meterhohen Schnee wandert.

Die Nordlichter als stille Wächter an meiner Seite.

Endlos, magisch, fast surreal.

Ich bin der Polartag, der zu Spaziergängen unter der Mitternachtssonne um zwei Uhr morgens einlädt.

Geschuldet der fehlenden Müdigkeit.

Die Luft ist klar, das Leben anstrengend und entspannt.

Ich bin fortschrittlich und international.

Manchmal einschüchternd und immer teuer.

Auf Skiern geboren, leben meine Bewohner in bunten Häusern und auf abenteuerlichen Straßen.

Sie sind in sich gekehrt und freundlich und introvertiert und freigiebig.

Freundschaften werden geschlossen, die Freiheit genossen.

In der Natur gelebt und nicht nachgedacht.

Die Dialekte sind verschieden, getrunken wird gemeinsam.

Also, wer bin ich?

Ich bin Norwegen.

Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2019.

 

 

Autor: Céline Plötz, basierend auf den Eindrücken von Benedikt Jahning.

Bild: Benedikt Jahning

Bücher, wer möchte Bücher?

Da ist er auch schon wieder vorbei, unser Bücherflohmarkt und damit sind wir einen Schritt näher an der Frankfurter Buchmesse…aber lasst uns von vorne beginnen.

 

Dem heißen Wetter trotzend, startete unser Bücherflohmarkt in der Woche vom 25. bis 27. Juni in der Schellingstraße 3 in die erste Runde. Pizzastangen, Bananenkuchen sowie Zimtschnecken dienten als hilfreiches Lockmittel, sodass die Käufer nicht ausblieben. Nach eingehender Kundenanalyse haben wir später auch Honig- und Wassermelonen in unser Sortiment aufgenommen, um den hohen Temperaturen etwas entgegen zu setzen. Von Kinderbücher über Ratgeber bis hin zu Krimis wurde alles durchstöbert und viele Schätze gefunden. Auch unsere selbstbedruckten Jutebeutel mit vier verschiedenen, falsch zugeordneten Zitaten erfreuten sich großer Aufmerksamkeit.

 

Nachdem die erste Woche des Bücherflohmarktes sehr viel Spaß gemacht hat und wir am Samstag mit unseren eigenen Büchern auch am Isarflohmarkt anzutreffen waren (wo manche von uns mehr kauften, als verkauften 😉 ), waren wir gespannt auf den zweiten Buchverkauf vom 9. bis 11. Juli in der Schellingstraße 3. Allerdings machte uns der U-Bahn Streik am Dienstag einen Strich durch die Rechnung, weshalb wir erst am Mittwoch unsere Bücherbar aufbauen und zur Tat schreiten konnten.

 

 

Und was sollen wir sagen? Egal ob heiße Temperaturen oder aufkommender Klausurenstress, wir hatten in diesen zwei Wochen eine menge Spaß und haben uns sehr gefreut mit Euch ins Gespräch zu kommen und die Freude an Büchern zu teilen.

 

 

Doch dieser Verkauf und damit die Möglichkeit zur Frankfurter Buchmesse zu fahren, wäre nicht ohne die beachtliche Spende unserer Verlage möglich gewesen. Deshalb sagen wir ein herzliches Dankeschön für die großartige Unterstützung an die Bücher Gilde, den Allitera Verlag, Kunstmann Verlag, Ars Edition, Benevento Publishing, Bruckmann Bildband Verlag, C.H. Beck Verlag, Christian Verlag, Diplomica Verlag, Droemer Knaur, Dumont Buchverlag, Ecowin Verlag, EMF Verlag, Egmont Manga, Ernst Reinhardt Verlag, Galivani Verlag, Gmeiner Verlag, Grohverlag, GU Verlag, Häfft Verlag, Hanser Literatur Verlag, Hanser Verlag, Haupt Verlag, Hoffmann und Campe Verlag, Kein und Aber Verlag, Kiwi Verlag, Klett-Cotta Verlag, Lovelybooks, Magellan Verlag, Mittvision, Münchner Verlagsgruppe, Nagel & Kimche Verlag, Piper Verlag, Random House Audio Verlag, Random House Verlag, Reclam Verlag, Servus Magazin, S. Fischer Verlag, Suhrkamp Verlag, Tessloff Verlag, UTB Verlag, Ueberreuter Verlag, Verbrecher Verlag, WBG Verlag und Roland Quist Verlag.

 

Wir sehen uns in Frankfurt.

Bis dahin

eure Munich Bookster

Themenwoche Flucht im Gasteig

In der kleinen Gasse, auf dem Weg von der S-Bahn zur Stadtbücherei verbirgt sich ein kleiner, aber feiner Raum – das PIXEL. Zugehörig zum Gasteig dreht sich alles rund um die drei Schlagwörter Medien, Kultur und Partizipation. Genau das macht diesen Ort perfekt für das Praxisprojekt Themenwoche Flucht von Studierenden der Sozialen Arbeit der Hochschule München. Im Zuge des Praxisseminars Medienpädagogik haben rund 20 Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Beranek und in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum des JFF (Jugend Film Fernsehen e.V.) die Themenwoche geplant, erarbeitet und durchgeführt.

Vom 17. bis 25. Juni 2019 fanden drei ganz unterschiedliche und gleichwohl sorgfältig ausgefeilte Veranstaltungen statt, die das Thema Flucht medienpädagogisch aufarbeiteten. Ganz nach dem Motto des PIXEL konnte hier mitgemacht, ausprobiert und der Horizont hinsichtlich des Themas Flucht und seiner Auswirkungen erweitert werden. Lydia und Kristin waren für euch dabei und haben an zwei der insgesamt drei unterschiedlichen Veranstaltungen das Thema Flucht gänzlich neu erfahren.

In der ersten Runde wurden wir mit den gängigen Vorurteilen, die viele Menschen gegenüber Geflüchteten haben, konfrontiert und konnten uns mit eben diesen auseinandersetzen. Dafür organisierten die Studierenden den Stammtisch der Vorurteile vom 17. – 19. Juni, den Lydia besuchte.

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Der Pixel-Raum ist gemütlich bayerisch eingerichtet, es gibt die die typischen Wirtshaus-Zwischenrufe aus dem Lautsprecher. Zum Aufräumen der Vorurteile wird ein Quiz, bei dem mehrere Spieler gegeneinander antreten und so manch ungewöhnlichen Fragen begegnen können.

 

‚Können alle Afrikaner gut trommeln?‘ oder ‚Hat jeder Flüchtling ein Smartphone?‘ lockern die Ernsthaftigkeit des Themas auf und sind leicht zu beantworten. Das gibt mir schon mal ein gutes Gefühl. Bei so mancher Frage muss ich dann doch zugeben, dass ich auch nicht alles über die aktuelle Situation und das Vorgehen der  zuständigen Behörden weiß.

Neben dem Quiz gab es noch eine VR-Brille auszuprobieren. Ich fand mich mitten in einem Flüchtlingscamp wieder. Wer die Erfahrungen der Geflüchteten so nah und informativ vermittelt bekommt, kann das vielleicht in Zukunft etwas besser verstehen: warum Menschen das Risiko eingehen, das Mittelmeer auf einem Schlauchboot zu überqueren. Vor welchen Herausforderungen sie stehen, wenn sie den Trip überlebt haben und wie schwer sie es noch bei uns haben können.

Vom 20. bis 22. Juni haben die Studierenden eine Ausstellung zum Thema Medienflu(ch)t kuratiert, welche die Frage beantworten sollte, wie wir uns denn eigentlich fühlen würden, wenn wir auf der Flucht wären.

Den Abschluss dieser aufschlussreichen Projektwoche bildete der Escape Room – Flucht. Vom 23. bis 25. Juni wurde hier im Zuge eines spannenden Quests den Teilnehmern das Thema Flucht noch näher gebracht, denn nun war man mittendrin –  Kristin hat für euch daran teilgenommen.

 

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Stellt euch vor: Ihr seid gezwungen zu fliehen.

Ihr verlasst eure Heimat in Afrika und versucht, irgendwie nach Europa zu gelangen. Mit Hilfe von Schleusern soll es euch gelingen. Doch die Schleuser haben eure Pässe, sie helfen euch nur, wenn ihr ihnen mehr Geld bezahlt.

Ihr habt kein Geld.

Eure einzige Chance ist es, in das Büro der Schleuser einzudringen und die Pässe zurückzustehlen, während diese in ihrer einstündigen Mittagspause sind. Doch die Schleuser haben ihr gesamtes Büro mit Schlössern versehen, deren Codes ihr nur entschlüsseln könnt, indem ihr verschiedene Rätsel löst. Ihr habt eine Stunde, um den Schlüssel zu einem besseren Leben in Händen zu halten. Los.

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In liebevoller Detailpanung wurden hier zahlreiche Rätsel und Hürden aufgebaut, die mich und meine Teampartnerin sehr gefordert haben. Damit auch alles funktionierte, hat das fünfköpfige Escape Room Team den Raum bereits uniintern testen lassen – und ich muss sagen, alles lief wie am Schnürchen.

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Hochkonzentriert, mit viel Eifer und einer Menge Spaß haben wir uns durch den Raum gerätselt. Schloss für Schloss kamen wir unserem Ziel näher. Da ging es auch schonmal mit uns durch und wir haben fälschlicherweise Ringe und Dreiecke auf Wanddekorationen gezählt – und dies leider sogar sehr lange.

Nach 40 Minuten hatten wir endlich unsere Pässe in der Hand, stolz wie Bolle, die Rätsel gelöst zu haben und erstaunt wieviel man über das Thema Flucht auch im Spiel lernen kann.

Vielen Dank für diese interessanten und lehrreichen Einblicke in dieser sehr toll organisierten Themenwoche!

 

 

 

 

Das neue Team der Munich Bookster stellt sich vor

Während Studierende des Masters Verlagspraxis uns zu Beginn des Semesters einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des Verlegens während der Woche der Münchner Verlage gezeigt haben, hat das neue Team der Munich Booksters eifrig geplant, welche Veranstaltungen sie in den nächsten Monaten organisieren, um die Frankfurter Buchmesse im Oktober zu besuchen. 

Die Munich Bookster bestehen dieses Mal aus sechs Studierenden des Bachelorstudiengangs der Buchwissenschaft und des Masterstudiengangs der Verlagspraxis. 

Traditionell wird zum Bücherflohmarkt „Sommermarkt“  inklusive Gaumenschmaus und Überraschungen vom 25. bis 27. Juni und vom 9. bis 11. Juli in der Schellingstr. 3 eingeladen und da wir im Verkauf-Rausch sind und unsere eigenen Bücherregale überquellen, sind wir auch auf dem Isarflohmarkt am 29. Juni anzutreffen, auf dem wir unsere privaten Schätze unter die Leute bringen. Den Abschluss bildet die Mitarbeit am Stand „Studium rund ums Buch“ auf der Frankfurter Buchmesse, welche euch natürlich auf verschiedenster Weise näher gebracht wird. 

Aber was wäre ein Semester ohne einem interessanten Schwerpunkt? Wie viel wisst ihr eigentlich über die Münchner Stadtbibliothek? Habt ihr beispielsweise bereits die Bücherbusse entdeckt, die durch unsere Stadt fahren? Die Munich Bookster möchten sich das mal genauer ansehen und noch weitere Veranstaltungen und Events besuchen, um euch davon zu erzählen.

Über all das und mehr halten wir euch über Instagram, Facebook, Twitter und natürlich diesem Blog auf dem Laufenden.

 

Aber wer sind eigentlich ‚wir‘? 

Damit ihr uns an den Ständen auch als einer der euren erkennen könnt und eine Vorstellung davon habt, wer für was bei den Munich Bookstern zuständig ist, haben sich die Munich Bookster vor ihrem heimischen Bücherregal fotografiert.

 

…und ja, da gibt es noch dieses Gruppenbild, auf dem wir aussehen wie Arzthelferinnen. 😉

 

Zu diesem ‚wir‘ gehört u. a. Markus Schäfer, der als gelernter Sortimentsbuchhändler, Seemann a.D. und Buch- Medienforscher die helfende Hand ‚behind the scenes‘ ist und den Messekurs im Auftrag des Zentrums für Buchwissenschaft zur FBM 2019 begleitet.

 

 

Sowie Lydia, die den Stapel ungelesener Bücher zu Hause schneller abarbeiten würde, wenn sie ihre Freunde nicht so gern hätte. Da Lydia ein sehr sozialer Mensch ist, ist ihr der Austausch mit vielen unterschiedlichen Leuten sehr wichtig. Deshalb freuen wir uns, dass sie die Veranstaltungen der Bookster koordiniert.

 

 

Selbst eine begeisterte Leserin und ständig Reisende, wird Kristin als Beauftragte für Werbemittel nicht müde unser Logo unter die Bücherfreunde zu bringen.

 

 

Als Mutter von zwei Töchtern, Kaffeejunkie und Buchliebhaberin, hat Lisa auch noch ein großes Interesse an Zahlen und Kalkulationen. Ob das und ihre kaufmännische Ausbildung dazu beigetragen haben, dass sie die Finanzverwaltung übernommen hat? Möglich. 😉

 

 

Neben einer Leidenschaft für Literatur und Kunst gestaltet und plaudert unsere Jessica ganz gerne. Daher versorgt sie euch bei den Bookstern mit brandaktuellen News und allerlei Content auf unseren Social-Media-Kanälen und gibt euch hin und wieder geheime Einblicke.

 

 

Eine Münchnerin, die in Berlin studiert hat und dann zum Bücherlesen aufs Land gezogen ist. Um die Logistik der Munich Bookster kann sich Julia jedoch von überall aus kümmern, denn zum Glück gibt es ja das Internet.

 

 

Mit einen Sinn für schwarzen Humor und einer Liebe für das geschriebene Wort, kümmert sich Céline bei den Booksters um den Blog.

 

 

 

Wir freuen uns auf eine spannende Zeit und den Austausch mit euch.

 

Eure Munich Bookster

 

 

 

 

 

 

Das literarische München ist bunt!

Schon mal von Mixtvision gehört? Oder von arsEdition? Von Oekom vielleicht? Nein? Dann wird es allerhöchste Zeit!

Nach der großartigen Woche der Münchner Verlage, in der wir bei einigen der großen Player der Verlagsbranche reinschnuppern durften (-> verpasst auf keinen Fall das Video, das wir über die Woche der Münchner Verlage gedreht haben WocheDerMünchnerVerlage-Aftermovie), haben wir die vergangenen Tage genutzt, um unseren Horizont in München zu erweitern und unseren Blick auf einige der Verlage zu richten, die bisher noch nicht genannt wurden. Es sind oft gerade die kleinen Verlage oder die unabhängigen, die unsere Verlagslandschaft erst so vielfältig und bunt machen. Und München hat hier so einiges zu bieten: mehr als 140 Verlage, davon sind 114 im Börsenverein des deutschen Buchhandels gemeldet (Stand 2018), über 1,2 Milliarden Euro Umsatz und 8.046 Erstauflagen (nach Berlin Rang 2 im deutschlandweiten Ranking).

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Seid gespannt auf die besten Store Konzepte bei Callwey, versteckte und verwunschene Orte bei GeraNova Bruckmann, Outdoor-Cooking bei Knesebeck oder die schönsten Eintragalben bei ArsEdition. Weil die Verlagsstadt München so eine beeindruckende Bandbreite zu bieten hat, wollen wir euch heute eine Auswahl dieser Verlage sowie ihre interessanten und außergewöhnlichen Veranstaltungen vorstellen. Zuletzt könnt ihr euch noch auf eine (unvollständige) Liste der literarischen (Veranstaltungs-)Orte freuen, die ihr in München besuchen könnt!

 

arsEdition

Im Bereich der Geschenkbücher und Kalender hat der Verlags arsEdition, der zur schwedischen Bonnier Gruppe gehört, die Nase vorn. Auch im Bereich Kinderbuch zeigt er eine große Auswahl vom herzigen Pappbilderbuch bis zum kritischen Kinderbuchroman. Besonders die Autor*innen der Kinderbücher sind auf Lesungen in ganz Deutschland anzutreffen.

GeraNova Bruckmann

Der Special-Interest-Verlag hat sein Programm gänzlich auf das Abenteuer ausgelegt. Mit Themen wie Tourismus, Sport, Natur, Kultur und Geschichte und einer großen medialen Bandbreite von Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften, Apps und vielem mehr gehört er in diesen Themengebieten zum führenden Anbieter.

Eine Mitarbeiterin sagt im Interview über den Schwabinger Verlag: „Vor allem die Vielfalt der Programmbereiche macht Bruckmann besonders und hebt es von anderen Verlagshäusern ab: von Zeitschriften zu verschiedensten Themen über Bildbände und Reiseführer bis hin zu Koch- und Bastelbüchern ist hier alles dabei!“

Hier findet sicherlich jede*r etwas passendes zum Lesen oder eine spannende Veranstaltung: Es werden klassische Lesungen, Buchpräsentationen, Vorträge und vieles mehr angeboten.

Callwey Verlag

Bei den Kuchen und Törtchen von Fräulein Klein läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Oder, der Jahreszeit angemessen, sollen es vielleicht doch eher die besten Rezepte für die Biergartenbrotzeit sein? Der Callwey Verlag wartet neben Kochbüchern mit einer Auswahl feiner Bücher zum Thema Wohnen, Garten, Mode und Reise auf. Lifestyle pur. Auf der Website lockt ein famoser Blog – unbedingt mal reinschauen. Anhand der modernen Inhalte kaum zu glauben, aber Callwey ist inzwischen über 130 Jahre alt, nach wie vor unabhängig und in der Hand der Familie.

Gräfe und Unzer

Die praktischen und leichten Kochbücher von GU kennt wahrscheinlich jeder. Nicht weit hergeholt also, dass sich GU seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Kochbuchverlegern zählen darf. Das Verlagsprogramm erweitert sich durch Bücher im Bereich Ratgeber und Reise, zum Beispiel die beliebten Merian-Reiseführer. Auch GU kann auch eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken: Das Verlagshaus hat seine Wurzeln in einer preußischen Buchhandlung im Jahr 1722. Gräfe und Unzer wuchs stetig, gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts sogar europaweit zur größten Sortimentsbuchhandlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich, das Haus in einen Verlag zu verwandeln. Im Bereich Veranstaltungen erwarten euch demnächst Lesungen mit Thomas Hermanns (Netter is better, 23.06.2019, Lustspielhaus München), Seminare mit dem Kräuterexperten Wolf-Dieter Storl und Vorträge zum Thema Erziehung von Autorin Stefanie Stahl, die es sich mit Das Kind in dir muss Heimat findenseit drei Jahren auf der Bestsellerliste gemütlich macht.

Knesebeck Verlag

Das besondere Buch – der Name ist hier Programm. Erstklassige Bildbände in hochwertiger Ausstattung erfreuen das Herz des Naturfreundes. Aber auch Themen wie Architektur, Mode, Kunst und Kultur haben ihren Platz im Verlagsprogramm. Große Erfolge erzielt der Verlag mit ästhetisch hochwertigen Ratgebern wie zum Beispiel Einfach leben, das den Trend „Minimalismus“ auf sehr praktische Weise anpackt. Bemerkenswerten und berührenden Erlebnissen, Erfahrungen und Momenten widmet sich Knesebeck seit Neustem mit den Knesebeck Stories, in denen uns spannende, wahre Geschichten erzählt werden. Ein ausgewähltes Kinder- und Jugendbuchprogramm komplettiert das Verlagsportfolio. Freut euch auf humorvolle Lesungen von Julia Finkernagel (Ostwärts – Oder wie man mit den Händen Suppe isst, ohne sich nachher umziehen zu müssen), Filmvorführungen von Reiß aus(zu dem es eine Knesebeck Storie gibt) oder Ausstellungen der herausragenden Bilder der prämierten Wildlife Photograher of the Year.

Verlag Antje Kunstmann

Im kleinen unabhängigen Publikumsverlag werden Belletristiktitel und Sachbücher verlegt, davon einige auch als Hörbuch. Seit der Gründung durch Verlegerin Antje Kunstmann im Jahre 1990 erscheinen jährlich etwa 45 Titel – darunter unter anderem Romane, Kurzgeschichten und Essays, aber auch ungewöhnliche Titel, die sich laut Verlag selbst nicht in die Reihen des literarischen oder des Sachbuchprogramms gliedern lassen können. Hierzu zählt beispielsweise das grandiose Mitmach-Buch Mach dieses Buch fertigvon Keri Smith.

Diese große Bandbreite und Vielfalt spiegelt sich auch in den Veranstaltungen des Verlages wider, von denen viele in München stattfinden. Verpasst also nicht Axel Hacke, der auf der Bühne gerne mal spontan entscheidet, aus welchem seiner vielen Texte er lesen will. Oder besucht Ende Mai die Buchpräsentation zu Jodelmania, die unter anderem von Grammy-nominierten musikalischen Gästen begleitet wird.

Mixtvision Verlag

Ein besonderes Unternehmen mit Vision. Durch die Verbindung von Büchern, Film, Fernsehen und digitalen Angeboten schafft der Verlag die Grätsche zwischen klassischem Buch Digitalisierung. Auf der Website wird es so beschrieben: „Wir erzählen Geschichten in unseren Büchern, in Spielen und in Filmen, [um] all das zusammenzubringen, was zusammengehört“.

Das Programm richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche und hat in diesen Bereichen auch schon einige Preise abstauben können.

Eine besondere Veranstaltungsreihe sind die „Werkstattgespräche“, die der Verlag in Zusammenarbeit mit dem Kinderkunsthaus organisiert. Dieses Jahr wurde das Thema Kreativität verhandelt und glücklicherweise könnt ihr im Oktober noch die Werkstatt-Vernissage besuchen und euch ein eigenes Bild machen!

oekom verlag

Dieses Jahr feiert oekom sein 30-jähriges Bestehen und damit auch das unermüdliche Engagement für eine nachhaltige und zukunftsfähige Welt. Natürlich sind nicht nur die Inhalte seiner Titel ökologische Vorreiter, sondern auch die Bücher an sich, also die Ausstattung, werden nachhaltig hergestellt. Weiterhin engagiert sich oekom aktiv im Klimaschutz und setzt sich für Biodiversität ein. Dem Verlag geht es nicht um die Beschwörung einer dräuenden Zukunft, sondern um zielgerichtetes Handeln und darum Wege aufzuzeigen, die eine lebenswerte Zukunft möglich machen. Dafür bietet er eine Vielzahl von Veranstaltungen an, ob Vortrag (zum Beispiel zu Erneuerbaren Energien am 27. Juni in Oberschleißheim), Seminar („Öko-Landbau – wie funktioniert das eigentlich?“) oder Festival („Erdfest“, 21. – 23. Juni 2019). 

Riva Verlag

Der Verlag ist jung, aber das Programm ist bunt und die Zahl der Neuerscheinungen groß. Die Bücher, des zur Münchner Verlagsgruppe gehörenden Verlages umfassen eine große Themenvielfalt. Von Gesundheit und Ernährung, Politik und Gesellschaft über FC Bayern ist für jeden was dabei. Auch bekannte Namen aus Social Media, der Musikbranche oder Sport veröffentlichen ihre Geschichten beim riva Verlag, der durch sein gutes Gespür auch hin und wieder Bestseller verlegt. Aktuell mischt der Verlag auch im Podcast- und Zeitschriftengeschäft mit.

Interessiert man sich für Veranstaltungen des riva Verlages, ist er besonders im Bereich Sport gut aufgestellt und es sollte jeder fündig werden.

 

LITERARISCHE ORTE IN MÜNCHEN

Gasteig

Deutschlands größtes Kulturzentrum bietet regelmäßig literarische Lesungen, Vorträge, Diskussionen und Werkstattgespräche an. Als Veranstalter zeichnet hier in der Regel die Münchner Stadtbibliothek verantwortlich, von der auch ein bedeutender Teil im auffälligen Gasteig-Gebäude beheimatet ist. Auch Kinder und Jugendliche kommen auf zwei eigenen Etagen voll auf ihre Kosten. Freunde der Musik finden im Gasteig eine bestens sortierte Musikbibliothek, die in ihrer Größe einzigartig in Deutschland ist, und Fans der Philatelie und Postgeschichte werden hier ebenfalls fündig.

Literaturhaus

Einer der bekanntesten literarischen Orte ist das Literaturhaus München. Hier dreht sich alles um den wohl schönsten Zeitvertreib. Ausstellungen, Lesungen, Seminare, Kinovorstellungen, Workshops, Schreibwerkstätten – alles, was in der Literatur Rang und Namen oder großes Starpotenzial hat, tritt hier auf. Oder wird gefördert. Also, warum nicht mal an einem Workshop zum Literarischen Schreiben mitmachen? Vielleicht ist das der Beginn einer großen Schriftstellerkarriere.

Vereinsheim

Diese Veranstaltungsreihe wollen wir euch auf keinen Fall vorenthalten: „Lesen für Bier“. Ihr bringt die Texte mit, ganz egal ob Schiller, Stephenie Meyer oder die Gebrauchsanweisung des eigenen Toasters und das Vereinsheim liest vor. Per Applausbarometer entscheidet anschließend ihr, ob der Text oder der Vorlesende die bessere Performance abgeliefert hat. Gewinnt der Vorlesende, bekommt er ein Bier. Gewinnt euer Text, dürft ihr das Bier genießen.

Bibliotheken

Die Münchner Stadtbibliotheken sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt: Von Nord bis Süd und von Ost bis West – in fast jedem Stadtteil befindet sich eine Stadtteilbibliothek. Niemand ist also gezwungen, weit zu fahren. Und wer vor seiner Haustür doch nicht fündig wird oder Wohnung und Haus nicht verlassen kann, kann sich auf die Bücherbusse verlassen, die insbesondere in den Stadtteilen vorfahren, die keine eigene Stadtteilbibliothek haben, bzw. den Mobilen Bücherdienst nutzen. Auch Krankenhäuser werden vom mobilen Bücherdienst besucht.

Ein besonderer Hingucker ist die Juristische Bibliothek im Neuen Rathaus am Marienplatz. Zwischen den meterhohen Regalen und den gewundenen, schmiedeeisernen Treppen fühlt man sich sofort in die magische Welt von Hogwarts versetzt. Leider darf die Bibliothek nur von Jurist*innen genutzt oder im Rahmen einer Rathausführung besichtigt werden. Nicht zu vergessen die altehrwürdige Bayerische Staatsbibliothek in der Ludwigstraße, die Monacensia, die sich auf Münchner Literatur spezialisiert hat (Teil der Münchner Stadtbibliothek), das Lyrik-Kabinett, die (nach London) größte Poesie-Sammlung Europas, und die Internationale Jugendbibliothek in Schloss Blutenburg. An allen genannten Orten gibt es literarische Veranstaltungen. Verpasst es also nicht, die Websites zu durchstöbern!

 

MAGAZIN

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Das Stadtmagazin, bei dem für jeden etwas dabei ist. Egal ob Kino, Restaurant, Theater oder vieles mehr. Nirgends kann man sich besser informieren, welche kulturellen Möglichkeiten München bietet. Und da darf die Literatur natürlich auch nicht fehlen. Ihr findet die Informationen entweder direkt im Heft, das zweiwöchentlich erscheint, in der App oder auf der Website. Mit einer guten Suchmaske und dem strukturierten Design ist alles sehr nutzerfreundlich aufbereitet und man kann entspannt im riesigen Veranstaltungsangebot Münchens stöbern. Besonders geeignet ist in-München für Spontan-Interessierte die beispielsweise gerne an einem verregneten Samstagabend eine Lesung besuchen möchten. Das Angebot ist nämlich verdammt groß und jeder kommt hier auf seine Kosten.

 

FESTE

lit.Love

Die lit.Love ist ein Lesefestival für Fans von Frauenromanen. Am 9. und 10. November 2019 treffen dieses Jahr schon zum vierten Mal unter dem Dach von Random House die Autor*innen großer Gefühle auf ihre Leser*innen. Es wird Lesungen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Einblicke in die Verlagsarbeit geben. Mit dabei sind die Verlage cbj, blanvalet, Diana, Goldmann, Heyne, Heyne fliegt, Der Hörverlag, Penguin und Random House Audio. 

Literaturfest München

In der kalten Jahreszeit lockt uns das vielfältige Programm des Literaturfestes München in die Veranstaltungshallen der Stadt. Vom 13. November bis 1. Dezember 2019 warten auf euch eine regionale Buchausstellung (die Münchner Bücherschau), hochkarätige Veranstaltungen, die von Autor*innen organisiert werden, und wichtige Preisverleihungen, wie zum Beispiel den Geschwister-Scholl-Preis.

Weitere

Und noch mehr … Krimifestival München (immer im Frühjahr), Wortspiele, das internationale Festival junger Literatur (immer im Frühjahr) und das Comicfestival München (20. – 23- Juni 2019).

 

Die Woche der Münchner Verlage: Zu Besuch beim Piper Verlag

Wie kommt das Buch zum Leser ? Die Welt des Vertriebs. – Warum Vertrieb mehr ist als Logistik.

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Die Woche der Münchner Verlage neigt sich langsam dem Ende zu. Bisher durften wir erfahren, wie sich ein Manuskript seinen Weg durch die verschieden Bereiche im Verlag bahnt. Nun sind wir an der letzten Station angekommen und hier stellt sich eine grundlegende Frage: Wie kommt denn nun das frisch gedruckte Buch auf die Ladentische der Buchhandlungen?

Gestern Abend waren wir zu Gast beim Piper Verlag, bei der genau diese Frage von Expertinnen aus der Vertriebswelt beantwortet wurde. Mit dabei waren Sabrina Lessnig (Vertriebsleitung Piper), Anke Hardt (Vertriebsleitung dtv), Bettina Schubert (Vertriebsleitung Hanser Literaturverlag) und Heide Warkentin (Vertriebsleitung Claudius Verlag). Drei große Publikumsverlage teiltensich die Bühne mit einem spirituellen Special-Interest-Verlag. Die Moderation übernahm wie am Vorabend Dieter Heß vom BR.

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Felicitas von Lovenberg, verlegerische Geschäftsführerin des Piper Verlags, ergriff das erste Wort und hieß alle Anwesenden in den Räumlichkeiten des Verlages im Herzen Münchens willkommen. Anschließend stellte Herr Heß das Motto des Abends vor: “Der Zauber der Handelsader”. Für viele sei der Vertrieb selbstverständlich, da nicht ersichtlich ist was sich hinter den Kulissen abspielt. 

“Es ist eine falsche Meinung, dass die Arbeit der Vertriebler erst los geht wenn ein Buch gedruckt ist” (Dieter Heß)

Ziel des Abends sei es, genau diese Mysterien aufzuklären und den nicht immer ersichtlichen Zauber der Handelsadern aufzuspüren.

Die Betreuung der verschiedenen Kund*innen ist eine der Hauptaufgaben des Vertriebs. Mit Kund*innen sind in diesem Fall die Bucheinzelhändler*innen und Filialisten gemeint und noch nicht der oder die Leser*in als Endkund*in. Große Ketten bekommen nicht nur die Programmvorschau zugeschickt, sondern auch personalisierte Unterlagen, die Frau Lessing als “Liebesmühe” bezeichnet. Besonders die Kaufmengen dieser Konzerne lassen wohl das Vertrieblerherz höher schlagen.
Auch die kleineren Buchhandlungen bleiben nicht außen vor: Vertreter*innen betreuen diese persönlich vor Ort, da sie nicht nur die Ladenausstattung kennen sondern auch wissen welches Klientel dort einkauft und welche Bücher dementsprechend individuell in das jeweilige Sortiment passen.

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“Kundenkenntnis ist das wovon wir Vertriebler leben” ,

meint Frau Hardt von dtv. Genau diese Kenntnis schafft das nötige Vertrauen, dem oder der Kund*in nicht nur willkürlich die Ware auf’s Auge zu drücken. Denn laut Schubert will man gar nicht nicht alles in Massen verkaufen, sonst erhöht sich das Risiko Vieles als Remittenden zurück zu erhalten. Manchmal muss sie sich gegen die Meinung von Verlagsleitung oder Lektorat stellen um eine unwirtschaftliche Beratung zu vermeiden und eine realistische Einschätzung zu garantieren.

“Wir wollen die Bücher erfolgreich verkaufen, aber dabei glaubwürdig bleiben”,

so Frau Hardt. Eine ähnliche Moral sei im Umgang mit der Auflagenkalkulation notwendig.

Der Show-down der Vertriebsarbeit ist die Vertretertagung, die zweimal im Jahr stattfindet. Dabei sollen die Vertreter*innen heiß auf die neuen Titel gemacht werden um diese dann in ganz Deutschland in den Regalen der Buchhandlungen unterzubringen. Die Meinung und das Know-How der Außendienstler*innen wird auch häufig in die internen Prozesse mit einbezogen, denn sie sind Augen und Ohren des Verlages auf dem Markt. Sie liefern wichtige Rückmeldungen und Einschatzungen, die den Schaffensprozess durchaus beeinflussen können.

“Vertreter sind Leser und Verkäufer in einem” (Sabrina Lessnig)

Dann wollte der Moderator Herr Heß es genau wissen: Was ist eigentlich der Zwischenbuchhandel? Barsortiment? Großhandel?

Frau Hardt beschreibt es als die Nahversorgung des stationären Buchhandels. So wie im Apothekensystem können Leser*innen in deutschen Buchhandlungen bestellen und das Buch kann bereits am nächsten Morgen im Geschäft abgeholt werden. Damit ist das Barsortiment ein großes Effizienzinstrument. Frau Warkentin ergänzt:

“Ein einzigartiges System – es ist toll was für die Kultur getan wird”

Nun ist es endlich geschafft, das Buch ist verkaufsbereit im Laden. Doch wie kann es bestmöglich präsentiert werden? Der Platz auf dem Ladentisch ist heiß begehrt, doch keine Garantie. Frau Hardt spricht aus Erfahrung: “Es verreckt Ihnen auch ein Titel auf dem Stapel”. Mit einigen Lachern im Publikum konnte so die Fragerunde eingeleitet werden, was das Publikum interessiert nutzte.

“Ich hoffe Sie haben den Zauber der Handelswege gespürt!” Damit entlässt uns Herr Heß in das Ende einer ereignisreichen Woche. Und wir entlassen euch mit den Worten, mit denen Frau von Lovenberg die Veranstaltung eingeleitet hat:

“Glück kann man nicht kaufen, Bücher aber schon!”

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